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Wie ich meinen Video Editing Workflow halbiert habe

Wenn du als Editor 10-15 Reels die Woche oder aufwändige YouTube Videos schneiden musst, ist Zeit das Wichtigste, was du hast. Früher saß ich für ein sauberes, 60-sekündiges Reel teilweise 3 Stunden. Heute nicht mehr. Hier sind drei wesentliche Workflow-Hacks.

1. Der Pancake-Timeline Workflow

Stell dir vor, du hast nicht nur eine, sondern zwei Zeitleisten übereinander geöffnet (wie Pancakes). In der oberen liegt dein gesamtes Rohmaterial. Die untere Timeline ist dein "sauberes" Video. Anstatt wild hin und her zu scrollen, wähle ich oben die besten Takes aus und ziehe sie direkt senkrecht nach unten ins finale Video. Simpel, aber extrem schnell.

2. Custom Shortcuts für den "Ripple Delete"

90% des anfänglichen Video-Edits besteht daraus, die stillen Versprecher oder Pausen rauszuschneiden. Wenn du dafür manuell die Klinge auswählst, schneidest, den Schnitt markierst und auf Löschen drückst, verschwendest du Tage. Die Lösung sind "Ripple-Delete" Shortcuts (Q und W in Premiere). Mit einem Tastendruck schneidet das Programm das überschüssige Stück ab und zieht das anschließende Material ohne Lücke direkt heran.

3. Templates & Motion Graphics

Baue Animationen und Texte nur einmal! Speicher dir diese Texteffekte, Glows oder dein Colorgrading als Preset (.mogrts in Premiere / Fusion Nodes in DaVinci). Im nächsten Video musst du das Preset nur per Drag & Drop auf den Clip ziehen – fertig.

Software ist am Ende nur ein Tool. Erst die Art und Weise, wie strikt du dir Prozesse, Ordnerstrukturen und Tastaturkürzel anlegst, macht dich vom Hobby-Cutter zum professionellen Video-Editor.